Eine „Scouting“-Tour zu den Steinböcken

27 04 2014

Für viele Menschen besteht „Urlaub“ darin, lange zu schlafen, sich am Strand oder in einem Wellness-Hotel verwöhnen zu lassen oder auch einfach mal nichts zu tun. Ich habe dieses Jahr meinen Urlaub etwas anders gestaltet, ich bin zusammen mit Thomas Schrumpf um kurz nach 3:00 Uhr morgens in die Schweizer Berge aufgebrochen, um eine Steinbockkolonie zu erkunden. Das ganze war als Scoutingtour geplant, wir waren uns eigentlich drüber im Klaren, dass wir beim ersten Besuch keine tollen Bilder erwarten dürfen…

Kurz vor Sonnenaufgang waren wir schließlich an der Stelle angekommen, wo wir die Steinböcke erwarteten und wurde auch sogleich von ersten Steingeißen überrascht! Aus größerer Entfernung machten wir schließlich die ersten Aufnahmen.

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Schließlich versuchten wir zum Sonnenaufgang uns vorsichtig an die Tiere heranzupirschen – wir hatten ja keine Ahnung wie entspannt die Tiere auf unsere Anwesenheit reagieren würden! Auf etwa 5 Meter konnten wir uns – versteckt hinter ein paar Büschen – an die Tiere heranschleichen. Der Sonnenaufgang tauchte die dahinter liegende Feldwand dann in ein herrliches Licht, und wir konnten einige tolle Aufnahmen machen!

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Als die Tiere schließlich zum Fressen auf eine der Hochebenen weiterzogen, machten auch wir uns auf den Weg, um eventuell noch weitere Tiere zu entdecken. Und kurze Zeit später trafen wir auf eine Gruppe von etwa 12-15 Tieren, darunter auch ein Jungtier sowie einige Böcke! Wir waren hin und weg! So etwas hatten wir uns von unserer „Scoutingtour“ nicht erwartet!

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Ein weiteres Highlight bot sich uns ebenfalls: der Kampf zweier Steinböcke an der Felswand!

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Zum Abschluss des Berichts möchte ich noch zwei kreative Aufnahmen zeigen, vielleicht sagen sie ja auch dem einen oder anderen von euch zu! Das erste der beiden Bilder ist für mich eines der Highlights des Ausflugs…

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Nach diesem Erkundungsausflug werde ich wohl noch häufiger dort hin fahren…die Steinböcke sind herrliche Tiere und so entspannt, dass wir teilweise Aufnahmen mit weniger als 40mm am Vollformat machen konnten. Während der Mittagszeit haben sich die Tiere gerademal 2 Meter neben uns niedergelassen. Und ja, die Formulierung ist richtig so…die Tiere kamen zu uns und nicht wir zu den Tieren! Einfach ein tolles Erlebnis…vielen Dank an Tom für das Making-off und die Begleitung zu den Steinböcken!

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Langsam wird es Frühling in den Bergen!

13 04 2014

Letzte Woche habe ich es einmal wieder pünktlich zum Sonnenaufgang zu den Gämsen geschafft. Das Wetter war wie vorhergesagt herrlich und ich konnte wieder einmal zahlreiche Tiere beobachten und ein paar auch auf dem Speicherchip festhalten. Dabei waren die Bedingungen anfangs alles andere als einfach, Belichtungszeiten von 1/20 s und dennoch ISO2000 und höher waren nötig. Zunächst deshalb auch drei Aufnahmen vor Sonnenaufgang…

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Nach Sonnenaufgang wurde das Licht schnell auch wieder relativ hart, so dass ich mir eine Gämsengruppe suchte, die sich auf der schattigen Hangseite aufhielt. Dort wurde ich dann auch vom Frühling überrascht. Der komplette Hang war mit wilden Narzissen übersät! Ein junger, einjähriger Bock hatte sichtlich Spaß an den bunten Blüten und hüpfte aufgeregt durch die Wiese.

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Aber auch der Rest der Gruppe ließ es sich sichtlich gut gehen bei der großen Auswahl an frischem Gras und schönen Blüten!

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Zum Abschluss noch ein „Landschaftsbild“…

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Auch wenn das Licht nicht unbedingt das herausragendste war an diesem Morgen, waren es wieder einmal unvergessliche Momente bei den Gämsen. Ich bin gespannt, was mich die nächste Woche dort wieder erwartet!

 

 





Sonnenaufgang bei den Gämsen

12 03 2014

Letztes Wochenende hatte ich zusammen mit Thomas Schrumpf ein besonderes Erlebnis, wir waren zum Sonnenaufgang bei den Gämsen. Es zeigte sich mal wieder, dass es sich doch lohnt, sonntags um 4 Uhr aufzustehen (für Tom noch deutlich früher…). So viele Gämsen wie an diesem Tag habe ich dort noch nie gesehen, zudem waren recht viele Jungtiere am frühen Morgen unterwegs.

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Nach kurzer Zeit war das schöne Morgenlicht auch schon wieder weg…

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Nachdem ein paar Gämse schön für uns in der Sonne posiert haben, sind wir zu einer Gruppe aus zwei ausgewachsenen Gämsen und zwei Jungtieren weitergezogen. Diese hielten sich im Schatten auf, so dass ich meine 7D einmal wieder auf ihre High-ISO-Fähigkeit ausreizen musste, was nicht so sehr gut gelingt. Dennoch möchte ich euch auch hiervon zwei Bilder des neugierigen Youngsters zeigen.

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Zum Schluss tauchte noch ein Bock auf dem Berghang im Gegenlicht auf und zeigte sich für ein paar Momente…

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Alles in allem ein herrlicher Morgen, der mal wieder grandiose Erlebnisse in den Bergen hinterlässt! Der Tag fand schließlich noch einen weiteren Höhepunkt bei den Küchenschellen, aber dazu in den nächsten Tagen etwas mehr 😉





Abendlicht und Sonnenuntergang in den Bergen

1 02 2014

Nachdem ich es gestern nicht geschafft hatte, mitten in der Nacht aufzustehen um zum Sonnenaufgang bei den Gämsen zu sein, habe ich mich erstmal kräftig geärgert, als ich das herrliche Wetter bei der Gipfelwebcam gesehen habe. Aber nachdem der Ärger verflogen war, habe ich mich dann doch noch aufgemacht, die Gämsen zum Abend hin zu besuchen. Bedingt durch die vielen Wanderer tagsüber haben sich erwartungsgemäß auf der Hochebene keine Tiere gezeigt, lediglich vereinzelt in den Wäldern im Tal waren ein paar Gämsen auszumachen. Aber die waren bei der winterlichen Witterung unerreichbar…

Also hatte ich mich schon darauf eingestellt, wenn überhaupt, dann „nur“ mit Landschaftsaufnahmen nach Hause zu kommen…plötzlich zeigte sich doch ein einzelner Bock auf einer Wiese, die im letzten Sonnenlicht des Tages lag! Für mich sind die entstandenen Bilder eines meiner bisherigen fotografischen Highlights…vielleicht gefallen sie euch ja auch…

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Nachdem sich der Gamsbock als das Licht weg war langsam aber sicher Richtung Tal verzogen hat, habe ich dann auch noch ein bisschen Landschaftsfotografie gemacht…im Hintergrund sind auf dem ersten Bild die Alpen mit Jungfraumassiv (links) und Mont Blanc (mittig) zu sehen.

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Nach diesem Erlebnis fiebere ich schon jetzt dem nächsten Tag in den Bergen entgegen, dann hoffentlich von Sonnenauf- bis untergang!





Rückkehr ins Reich der Gämsen

6 01 2014

Nachdem ich bereits im letzten Sommer einen Ausflug in die Berge zu den Gämsen gemacht habe, musste ich dieses Erlebnis unbedingt wiederholen! Deshalb war ich in letzter Zeit mehrmals wieder vor Ort, um die Gamskolonie zu besuchen. Und dann durfte ich auch erstmals das launische Wetter in den Bergen live und direkt miterleben. Mein erster Ausflug im Juli war ein herrlicher Tag, wolkenfreier Himmel und sommerliche Temperaturen! Der zweite Ausflug war fast vom gleichen Wetter geprägt, nur lagen die Temperaturen unterhalb des Gefrierpunkts und der Berg war in ein weißes Prachtkleid gehüllt. Und zu letzt war noch ein dritter Auflug nötig, um die launische Seite des Bergs zu erleben…Sturm, Nebel, Schneeregen und kaum Sicht waren heute die vorherrschende Wetterstimmung.

Nichtsdestotrotz eigneten sich alle Witterungen zur Fotografie. Ein bisschen Flexibilität ist natürlich bei extremem Wetter gefragt, aber letzten Endes gelang es mir auch heute wieder, die Gämsen zu finden und einige Aufnahmen zu machen. Zunächst einige „Schönwetteraufnahmen“…

Die Gämsen waren anfangs erstmal wieder weit entfernt, in unwegbarem Gelände unterwegs…

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Aber nach und nach kamen sie dann doch näher und ließen sich durch unsere Anwesenheit nicht stören…

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Nicht nur Gämsen hat die Region zu bieten, gerade zum Sonnenaufgang ergeben sich ständig neue, interessante Lichtsituationen in der Landschaft wie dieses Spotlight des ersten Tageslichts.

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Für interessante Lichtsituationen benötigt man vor allen Dingen eins: Licht! Die nächsten Bilder beweisen, dass der Berg auch ganz anders kann…in so einem Fall ist dann ein wenigs Kreativität gefragt, um das beste aus der Situation zu machen 😉

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Da mich sowohl die Region als auch die Tiere dort sehr faszinieren, waren dies sicherlich nicht die letzten Ausflüge. Ich bin gespannt, was mich das nächste Mal erwartet!

 

 





Luchse ganz nah…

2 10 2013

Letzten Sonntag hatte ich die Möglichkeit, mit meinem Freund Stefan Betz, den Wildpark Pforzheim zu besuchen. Stefan ist dort schon länger als ehrenamtlicher Fotograf tätig, unter anderem Mitautor des aktuellen Wildpark-Kalenders 2014 und nebenbei auch ein ziemlich genialer Naturfotograf! Dank seiner „Insiderkenntnisse“ kamen einige schöne Bilder zustande, eine kleine Auswahl möchte ich hier zeigen.

Am meisten war ich von den Luchsen fasziniert…diese wunderschönen Katzen haben uns wirklich schnell akzeptiert und waren äußerst neugierig. So war es möglich, sehr nahe an das Gehege heran zu kommen und einige ungewöhnliche Perspektiven zu erreichen.

Gäääähn…IMG_8747klein

   Hallo, wer bist du? Und was machst du vor meinem Gehege???IMG_8615klein

Völlige Entspannung…IMG_8655klein

Kasimir, der SeniorIMG_8681klein

Müde…0R8F8799klein

Gute Nacht!0R8F8791klein

Der Ausflug war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Wer weiß, wann ich diesen großartigen Tieren wieder jemals wieder so nah kommen werde…?

Dennoch waren die Luchse natürlich nicht die einzigen Tiere, zu denen Stefan mir einen ganz besonderen Zugang ermöglichte. Die weiteren Bilder werde ich in nächster Zeit hier zeigen!





Nach den Orchideen geht es in die Berge…

18 07 2013

Seit einigen Monaten schwebt mir schon ein Ausflug in die Berge vor, zu einer Gämsenpopulation. Hierfür ist aber eine längere Anfahrt nötig, so dass ich diese Tour erst jetzt während meines Urlaubs realisieren konnte. Da ich das Gebiet noch nicht kannte, wollte ich erstmal einen Scouting-Ausflug tagsüber unternehmen, um in den nächsten Wochen oder Monaten mit schönem Licht im Gepäck zurück zu kehren. Aber dennoch bin ich auch jetzt schon mit zahlreichen Bildern wieder ins Flachland gekommen…

Schon die Anfahrt war bemerkenswert, der Straßenrand war über und über mit Geflecktem Knabenkraut übersät! Eigentlich dachte ich, ich würde dieses Jahr keine Orchideen mehr fotografieren, aber so kann man sich täuschen…

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Am Fuß des Berges angekommen, wurde ich nach dem Aufstieg erstmal mit einem herrlichen Panorama belohnt. Und schon nach kurzer Zeit konnte ich am Steilhang die ersten Gämsen entdecken!

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Demnach machte ich mich sogleich an den Abstieg zu den Gämsen und konnte mich den zutraulichen Tieren bis auf weniger als 10 Meter nähern. In dieser Distanz blieb ich schließlich, weil ich mir so sicher sein konnte, dass die Gämsen mich zwar wahrnehmen aber nicht als Störung empfinden. Ich wurde kurzzeitig beäugt, für uninteressant und/oder ungefährlich befunden und schließlich wurde sich wieder den wichtigen Dingen gewidmet: fressen 😉 Somit konnte auch ich in Ruhe einige Fotos machen, bevor eine laute Wandergruppe den Hang hinab kam und die Gämsen sich langsam aber sicher zurück zogen.

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Abschließend habe ich noch eine weitere Gruppe mit Jungtier am Steilhang aus der Ferne beobachten können, hier eines der erwachsenen Tiere.

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Und die Pflanzenfotografie soll natürlich auch nicht zu kurz kommen, schließlich finden sich dort neben den Orchideen auch Wiesen voller Arnika, Fingerhut, Berg-Flockenblumen, Margeriten und unzähliger weiterer Pflanzen. Im harten Mittagslicht habe ich mich an einer Highkey-Umsetzung einer einzelnen Arnika versucht:

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Nach einem Tag war ich jedenfalls hin und weg von der Tier- und Pflanzenwelt dort oben und hatte zahlreiche herrliche Erlebnisse! Sicherlich werde ich dahin zurück kehren und hoffentlich auch neue Bilder mitbringen!