Ein Jahr geht zu Ende…

31 12 2014

…und noch immer hinke ich hier im Blog deutlich hinterher. Viele Bilder möchte ich noch zeigen, doch in letzter Zeit fehlte mir die Zeit, mich intensiver um diese Webseite zu kümmern. Für das nächste Jahr habe ich mir vorgenommen, diese Seite komplett umzubauen und neu zu gestalten sowie eine Galerie anzulegen.

Bis dahin möchte ich mich für eure Unterstützung bedanken und wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2015 mit Gesundheit, Glück und allzeit gutem Licht!

 

 

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Makrozeit! – Teil 2: Schmetterlinge und mehr…

1 09 2014

Nachdem ich meinen letzten Blog der Europäischen Gottesanbeterin gewidmet habe, möchte ich heute auf die vielen anderen Tierchen eingehen, die ich in letzter Zeit mit meinem Makroobjektiv festhalten konnte. Angefangen hat es an einem recht kühlen und trüben Apriltag, als ich spontan einen Spaziergang mit meiner Frau durch ein nahes Naturschutzgebiet gemacht habe. Dort konnte ich zum ersten Mal den Libellen-Schmetterlingshaft, einen seltenen Netzflügler der in Deutschland nur sehr vereinzelt vorkommt, entdecken. Wie bei bewölktem Wetter üblich, hatte er sich an einem Halm mit geschlossenen Flügeln angekauert:

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Da ich nun wusste, wo ich das seltene Fliegerchen suchen musste, habe ich kurz darauf an einem sonnigen Tag einen weiteren Ausflug gemacht. Da fand ich sie dann auch mit offenen Flügeln!

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Weiterhin konnte ich an diesem Tag auch erstmals eine Smaragdeidechse, hier ein Weibchen, entdecken:

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Neben diesen beiden doch eher seltenen Tieren, habe ich in den darauffolgenden Wochen auch zahlreiche Bläulinge und andere Schmetterlinge gefunden.

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Mit diesen Aufnahmen verabschiede ich mich vorsichtshalber schon einmal von der diesjährigen Makrosaison und hoffe auf eine genauso ergiebige Saison 2015!





Makrozeit! – Teil 1: Mantis religiosa

9 08 2014

Der letzte Blogeintrag ist schon eine ganze Zeit her, mittlerweile haben sich zahlreiche Bilder in meinem Archiv angesammelt, die ich in nächster Zeit hier wieder zeigen möchte. Anfangen möchte ich aber mit aktuellen Aufnahmen aus der letzten Woche…

Hier ins Südbaden bin ich ja in einer äußerst sonnenverwöhnten Ecke Deutschlands zu Hause. Aus diesem Grund finden sich auch zahlreiche Arten ein, die ansonsten eher im mediteranen Raum zu finden sind, wie beispielweise die Europäische Gottesanbeterin, der Libellen-Schmetterlingshaft oder die Smaragdeidechse.

Der Gottesanbeterin möchte ich mich auch in diesem Blog widmen. Diese grazilen Tiere sehen für mich häufig aus, als wären sie nicht von dieser Welt! Mantis religiosa, die europäische Gottesanbeterin, steht in Deutschland auf der Roten Liste und gilt als gefährdet. Diese Art darf somit auch weder gehalten noch gefangen werden. Ursprünglich aus Afrika stammend, hat sich dieses Insekt mittlerweile über den Mittelmeerraum bis hin nach Deutschland ausgebreitet. Hier gibt es einzelne Vorkommen am Oberrhein, in Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie erste Meldungen aus Bayern und Hessen. Weiterhin hat sich eine Population in Berlin-Schöneberg angesiedelt, diese gilt aktuell als nördlichste bekannte Enklave der Europäischen Gottesanbeterin. Aber genug der Informationen über dieses schöne Insekt, ein paar Bilder möchte ich auch zeigen!

Der erste Fund war an einem eher trüben Tag, was der Freude jedoch keinen Abbruch tat:

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Gestern Abend habe ich ein anderes Gebiet aufgesucht und wurde ebenfalls wieder fündig! Hier hat sich auch der Standort als wirklich gut geeignet für ein schönes Licht herausgestellt…aber seht selbst:

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Zum Abschluss noch ein paar nicht ganz klassische Aufnahmen…teilweise hatte ich das Gefühl, die kleinen Fangschrecken würden regelrecht für mich posieren!

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Eine „Scouting“-Tour zu den Steinböcken

27 04 2014

Für viele Menschen besteht „Urlaub“ darin, lange zu schlafen, sich am Strand oder in einem Wellness-Hotel verwöhnen zu lassen oder auch einfach mal nichts zu tun. Ich habe dieses Jahr meinen Urlaub etwas anders gestaltet, ich bin zusammen mit Thomas Schrumpf um kurz nach 3:00 Uhr morgens in die Schweizer Berge aufgebrochen, um eine Steinbockkolonie zu erkunden. Das ganze war als Scoutingtour geplant, wir waren uns eigentlich drüber im Klaren, dass wir beim ersten Besuch keine tollen Bilder erwarten dürfen…

Kurz vor Sonnenaufgang waren wir schließlich an der Stelle angekommen, wo wir die Steinböcke erwarteten und wurde auch sogleich von ersten Steingeißen überrascht! Aus größerer Entfernung machten wir schließlich die ersten Aufnahmen.

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Schließlich versuchten wir zum Sonnenaufgang uns vorsichtig an die Tiere heranzupirschen – wir hatten ja keine Ahnung wie entspannt die Tiere auf unsere Anwesenheit reagieren würden! Auf etwa 5 Meter konnten wir uns – versteckt hinter ein paar Büschen – an die Tiere heranschleichen. Der Sonnenaufgang tauchte die dahinter liegende Feldwand dann in ein herrliches Licht, und wir konnten einige tolle Aufnahmen machen!

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Als die Tiere schließlich zum Fressen auf eine der Hochebenen weiterzogen, machten auch wir uns auf den Weg, um eventuell noch weitere Tiere zu entdecken. Und kurze Zeit später trafen wir auf eine Gruppe von etwa 12-15 Tieren, darunter auch ein Jungtier sowie einige Böcke! Wir waren hin und weg! So etwas hatten wir uns von unserer „Scoutingtour“ nicht erwartet!

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Ein weiteres Highlight bot sich uns ebenfalls: der Kampf zweier Steinböcke an der Felswand!

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Zum Abschluss des Berichts möchte ich noch zwei kreative Aufnahmen zeigen, vielleicht sagen sie ja auch dem einen oder anderen von euch zu! Das erste der beiden Bilder ist für mich eines der Highlights des Ausflugs…

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Nach diesem Erkundungsausflug werde ich wohl noch häufiger dort hin fahren…die Steinböcke sind herrliche Tiere und so entspannt, dass wir teilweise Aufnahmen mit weniger als 40mm am Vollformat machen konnten. Während der Mittagszeit haben sich die Tiere gerademal 2 Meter neben uns niedergelassen. Und ja, die Formulierung ist richtig so…die Tiere kamen zu uns und nicht wir zu den Tieren! Einfach ein tolles Erlebnis…vielen Dank an Tom für das Making-off und die Begleitung zu den Steinböcken!

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Making-off „Küchenschellen im Abendlicht“

17 04 2014

In letzter Zeit habe ich sehr viel positive Resonanz auf mein Küchenschellenbild im Abendlicht erhalten. Das freut mich sehr! Aber es kamen auch immer wieder Stimmen, die nicht glauben konnten, dass die Sonne so dargestellt werden kann. Da kamen Kommentare wie „benutzt du jetzt etwa auch Photoshop?“ oder „das müssen doch mindestens 2 Bilder sein“. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, hier mal etwas zur Entstehungsgeschichte des Bilds zu schreiben!

Zunächst habe ich wie so oft versucht, mit meinem 300er an der 5D2 Pflanzen zu fotografieren, da ich hiermit eigentlich die beste Erfahrung gemacht habe. Allerdings war ich mit dem Ergebnis nicht so zufrieden. Ich habe es nicht geschafft, den herrlichen Sonnenuntergang einzubinden, der enge Bildwinkel des 300ers verhinderte dies.

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Also habe ich kurzerhand zum Sigma 150mm Makro gewechselt, und mir einen Standpunkt gesucht, bei dem die Sonne nicht direkt dahinter liegt. Das Bild das dann entstand, hat mir schon recht gut gefallen, so dass ich nur noch darauf warten musste, bis die Sonne tiefer am Himmel stand.

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Ich machte mir hierbei die optischen Fehler des Objektivs zu Nutze. Deshalb ist im eigentlichen Bild auch nicht die Sonne ansich zu sehen, sondern lediglich die Reflektion der Sonne auf einer der Linsen des Objektivs. Hätte ich versucht, die Sonne direkt zu fotografieren, wäre sie auch im weichen Abendlicht vermutlich nur als weißer Punkt zu erkennen gewesen…Die Küchenschelle musste also leicht abschüssig am Hang stehen und eine freie Sicht auf den Sonnenuntergang ermöglichen. Somit konnte ich leicht von oben herab die Küchenschelle aufnehmen.

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Auf dem Display ist auch schon gut zu erkennen, worauf das finale Bild herausläuft. Der monotone Hintergrund des ersten Fotos ist verschwunden, statt dessen zeigt sich schön der Sonnenuntergang. Lediglich der Standpunkt musste noch etwas nach rechts verschoben werden, damit die Küchenschelle nicht zentral im Bild sitzt. Das Ergebnis ist dann letzten Endes noch minimal bearbeitet, Tonwertkorrektur sowie Kontrast etwas angehoben und Klarheit abgesenkt. Das Ergebnis überzeugte mich dann doch und als Quintessenz würde ich sagen: Seid froh über die optischen Fehler eurer Objektive und macht sie euch zu Nutze! 😉

Das Ergebnis habe ich ja schon das letzte Mal gezeigt, aber hier der Vollständigkeit halber noch einmal:

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Langsam wird es Frühling in den Bergen!

13 04 2014

Letzte Woche habe ich es einmal wieder pünktlich zum Sonnenaufgang zu den Gämsen geschafft. Das Wetter war wie vorhergesagt herrlich und ich konnte wieder einmal zahlreiche Tiere beobachten und ein paar auch auf dem Speicherchip festhalten. Dabei waren die Bedingungen anfangs alles andere als einfach, Belichtungszeiten von 1/20 s und dennoch ISO2000 und höher waren nötig. Zunächst deshalb auch drei Aufnahmen vor Sonnenaufgang…

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Nach Sonnenaufgang wurde das Licht schnell auch wieder relativ hart, so dass ich mir eine Gämsengruppe suchte, die sich auf der schattigen Hangseite aufhielt. Dort wurde ich dann auch vom Frühling überrascht. Der komplette Hang war mit wilden Narzissen übersät! Ein junger, einjähriger Bock hatte sichtlich Spaß an den bunten Blüten und hüpfte aufgeregt durch die Wiese.

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Aber auch der Rest der Gruppe ließ es sich sichtlich gut gehen bei der großen Auswahl an frischem Gras und schönen Blüten!

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Zum Abschluss noch ein „Landschaftsbild“…

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Auch wenn das Licht nicht unbedingt das herausragendste war an diesem Morgen, waren es wieder einmal unvergessliche Momente bei den Gämsen. Ich bin gespannt, was mich die nächste Woche dort wieder erwartet!

 

 





Küchenschellen im März 2014

16 03 2014

Dieses Jahr war ich erstaunt, als ich bereits am ersten März die ersten Küchenschellen entdecken konnte. Zwei kleine Gruppen zeiten sich schon, trotz des noch etwas frischen Wetters Anfang März. Es war einfach kein richtiger Winter 2013/2014 da, so dass die Natur sehr früh dran ist. In den nächsten beiden Wochen habe ich in diesem kleinen Gebiet dann zahlreiche Küchenschellen entdecken und teilweise im besten Licht fotografieren können.

Heute war dann zu erkennen, dass die Zeit der Küchenschellen auch schon wieder zu Ende geht. Doch der Frühling hat ja gerade erst bekommen, so konnte ich heute die ersten Blätter der Knabenkräuter entdecken…

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